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Quelle: Foto von Ernesto Eslava auf Pixabay

Beim Verkauf von Verträgen am Telefon ist nach wie vor äußerste Vorsicht geboten. Die Zahl der unseriösen Anbieter, die nur hinter Ihren Daten und Ihrem Geld her sind, nimmt leider trotz aktualisierter Regelungen nicht ab. Im Gegenteil: Unseriöse Anbieter werben zum Beispiel damit, dass ohne einen entsprechenden Vertrag die Auffindbarkeit bei Google erlischt. Sobald am anderen Ende der Leitung solche Sätze erklingen, ist Gefahr im Anmarsch. Wir wollen daher einen kurzen Überblick geben, welche Gefahren beim Telefonverkauf auf Sie als Unternehmer lauern und wie Sie auf solche unseriösen Angebote richtig reagieren.

Grundlegendes zum Thema Telefonverkauf

Wird ein Vertrag via Telefon, E-Mail oder Internet abgeschlossen, handelt es sich um ein sogenanntes Fernabsatzgeschäft. Um die meist ahnungslosen Verbraucher zu schützen, gelten hier ganz besonders strenge Regeln. Dadurch soll verhindert werden, dass Personen unbewusst Verträge abschließen, die zum Beispiel teure Abos beinhalten. Der Anbieter hat deshalb verschiedene Informationspflichten einzuhalten. Ein gutes Beispiel ist das Widerrufsrecht. In der Praxis zeigt sich, dass die Aufklärung im Internet oder via E-Mail eindeutiger formuliert wird, als dies beim Telefonverkauf der Fall ist. Darüber hinaus bieten viele Regeln vor allem den Endverbrauchern einen optimalen Schutz. Bei Unternehmen sieht dies durchaus anders aus. Sie müssen daher bei solchen Telefonverkäufen besonders vorsichtig sein.

Ihr Google Vertrag ist abgelaufen – Vorsicht vor falschen Mitarbeitern

Kunden finden Ihren Betrieb unter anderem im Internet. Die meisten nutzen hierfür die Suchmaschine Google. Dies wissen auch unseriöse Anbieter, die Ihnen dubiose Verträge verkaufen möchten. Eine beliebte Masche ist der Anruf eines angeblichen Mitarbeiters von Google. Dieser verrät Ihnen am Telefon, dass Sie demnächst Gefahr laufen, nicht mehr in der Suchmaschine sichtbar zu sein. Schließlich laufe Ihr Google My Business Eintrag aus. Hierbei handelt es sich um einen Brancheneintrag, der aktuell kostenlos ist und Ihre Sichtbarkeit in der Suchmaschine optimiert. Sie können dort genaue Kontakt und Adressdaten und sogar Fotos oder Angebote hinterlegen. Der dubiose Anbieter erklärt Ihnen, dass der Google My Business Eintrag nur ein Jahr lang kostenlos ist und eine kostenpflichtige Vertragsverlängerung ansteht. Daher schlägt er Rundumsorglos-Pakete vor, die mehrere hundert oder tausende Euros im Jahr kosten. Da Google niemals bei Ihnen anruft, sollten in diesem Moment die Alarmglocken ganz laut schrillen. Der Mensch am anderen Ende möchte nämlich nur zwei Dinge: Ihre Daten und Ihr Geld. Gehen Sie bei diesen Anrufen niemals auf solche Angebote ein.

Eintragung in öffentliche Register und Branchenbücher

Insbesondere kleinere Unternehmen und Betriebe werden mit Angeboten für kostenpflichtige Eintragungen in Register oder Branchenbücher nahezu überschwemmt. Die Betrüger gehen sogar soweit, dass sie Formulare von offiziellen Institutionen wie der Handelskammer fälschen. Am Telefon wird dabei suggeriert, dass Ihr Betrieb sich zum Beispiel kostenpflichtig in die Handelskammer eintragen lassen muss. Die Summen, die dabei verlangt werden, sind immens. Meisten kosten diese Angebote mehrere hundert Euro für ein Jahr. Hinzu kommt eine jährliche automatische Verlängerung. Was Ihnen am Telefon nicht erzählt wird: Es handelt sich hierbei nicht um den offiziellen Handelskammereintrag (dieser beträgt bei der Handelskammer Bozen zum Beispiel 50 Euro pro Jahr), sondern um teure und unnütze Branchenbücher. Auch hier gilt: Die Handelskammer ruft nicht bei Ihnen persönlich an, sondern schickt Ihnen die Rechnung via PEC-Adresse oder postalisch zu.

Zuschneiden von Gesprächen – dies kann schwere Folgen haben

Das Zuschneiden von Gesprächen am Telefon ist verboten. Da sich Betrüger allerdings kaum an geltendes Recht halten, können Sie auch hier in eine böse Falle tappen. Der Anrufer nimmt das Gespräch auf und wird Sie in Fragen verwickeln, die Sie mit JA oder NEIN beantworten. Ein simples Ja kann in diesem Fall schwerwiegende Folgen haben, wenn Ihre Antwort plötzlich durch Manipulation in einen komplett neuen Kontext gesetzt wird. Für Sie ist es mitunter schwer zu beweisen, dass Sie Ihr Ja zu einem bestimmten Vertrag am Telefon nicht gegeben haben. Schließlich gibt es eine Aufnahme des Anbieters, die etwas anderes anzeigt.

So schützen Sie sich vor unseriösen Anbietern am Telefon

Insbesondere am Telefon ist ein hohes Maß an Achtsamkeit gefragt. Folgende Tipps helfen Ihnen dabei, nicht in eine Betrugsfalle zu geraten:

  • Machen Sie auf keinen Fall persönliche Angaben.
  • Geben Sie niemals sensible Daten über sich oder Ihren Betrieb heraus. Hierzu zählen unter anderem Kontonummer, Geheimzahl oder Passwörter.
  • Sagen Sie niemals das Wort JA. Antworten Sie auch auf einfache Fragen wie „Sind Sie Frau Meier“ mit „Das bin ich“ oder „Verstehen Sie mich deutlich“ mit „Ich verstehe Sie“.
  • Schließen Sie niemals Verträge am Telefon ab.
  • Informieren Sie sich während des Gesprächs im Internet über das angebliche Unternehmen mit dem Schlagwort Betrug.
  • Beenden Sie bei dem geringsten Verdacht sofort das Gespräch.

Zu guter Letzt: Unseriöse Anbieter wollen am Telefon dubiose Verträge mit Ihnen abschließen, Geld kassieren und Ihre Daten. Sorgen Sie mit den entsprechenden Maßnahmen dafür, dass solche Anrufer bei Ihnen keine Chance haben. Wie das funktioniert, haben wir Ihnen in diesem Beitrag erklärt. Darüber hinaus bietet trendmedia Ihnen in diesem Bereich eine wertvolle Unterstützung an.

Nun sind Sie gefragt. Welche Erfahrungen haben Sie bereits mit Telefonverkäufen gemacht? Wie schützen Sie sich vor teuren Abo-Fallen und unseriösen Versprechen? Schreiben Sie uns. Wir freuen uns auf Ihre Antwort.

Hier schreibt

Bea Pircher
Bea Pircher beschäftigt sich mit kreativen Ideen zur Gewinnung neuer Gäste, zur Stammgästebindung, aber auch zur Büroorganisation und schreibt regelmäßig darüber im trend media Magazin.
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