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„Sprechen Sie Italienisch?“ Sicherlich kennen Sie diese Frage, sobald Übernachtungsgäste Ihre Unterkunft betreten oder eine Buchungsanfrage stellen. Und sicherlich kennen Sie auch die freudenstrahlende Reaktion, wenn Sie diese Frage mit einem „sì“ beantworten können. Allerdings gibt es auch diejenigen Situationen, in denen Sie eine negative Antwort geben müssen, weil es nun mal nicht möglich ist, alle Sprachen dieser Welt parat zu haben. Die Frage, die sich daher stellt, lautet:

Welche Sprachen sollen wir in unserem Betrieb anbieten
und wo soll dieser Service überall zum Tragen kommen?

Eine solche Mehrsprachigkeit im Betrieb stellt sich definitiv nicht über Nacht ein, sondern erfordert ein planvolles Vorgehen. Nur dadurch ist gewährleistet, dass Sie sich nicht überfordern oder die Mehrsprachigkeit sprichwörtlich im babylonischen Sprachgewirr untergeht. Bevor Sie deshalb mit diesem besonderen Service werben, steht immer Auswahl der angebotenen Sprachen anhand bestimmter Kriterien.

Mehrsprachigkeit im Betrieb: Welche Vorteile bringt dieses Angebot mit sich?
© Fotolia 57067353 / morganimation

Warum Mehrsprachigkeit ein großer Vorteil ist!

Gäste fühlen sich besonders wohl, wenn sie von Beginn an merken, dass Sie willkommen sind. Ein freundlicher Gruß in deren Landessprache zeigt besonders gut, dass Sie sich auf Ihre Gäste perfekt einstellen können. Noch viel wichtiger ist es allerdings, dass die Kommunikation zwischen Ihnen und Ihren Gastgebern durch die Mehrsprachigkeit reibungsloser abläuft. Neben dem allgemeinen Check-In gehören dazu auch Fragen der Gäste, die sich im Laufe des Aufenthalts ergeben. Gute Beispiele hierfür sind Nachfragen zu den Themen Ausflüge oder Gastronomie. Auch ist die Mehrsprachigkeit ein ideales Mittel, um für den eigenen Betrieb zu werben. Gerade im Onlinebereich spielt dies eine immer größere Bedeutung, da Anfragen weltweit und zu jedem Zeitpunkt gestellt werden können. Ist Ihre Unterkunft ebenfalls in den hiesigen Buchungsportalen präsent, sollte auch hier die Mehrsprachigkeit beworben werden. Der Hinweis „Wir sprechen Ihre Sprache!“ kann das entscheidende Kriterium dafür sein, dass sich ein Interessierter genau deshalb für Ihre Unterkunft entscheidet.

Sie müssen nicht alle Sprachen anbieten: Ermitteln Sie Schwerpunkte!

Natürlich verlangt keiner von Ihnen, dass Sie das komplette Sprachangebot, welches auf dieser Welt besteht, anbieten. Dies wäre auch schlichtweg nicht machbar. Schließlich wird die aktuelle Anzahl global gesehen, auf derzeit zwischen 2.500 und 3.500 geschätzt. Konzentrieren Sie sich stattdessen auf diejenigen Sprachen, die die Mehrzahl Ihrer Gäste sprechen. Um solche Schwerpunkte zu ermitteln, sollten Sie eine Analyse der Gästestruktur und der Lage Ihrer Unterkunft durchführen. Folgende Fragen sind dabei besonders hilfreich:

Woher kommen Ihre Gäste hauptsächlich?

  • Hierfür können Sie einen Gästefragebogen nutzen, den Sie am Ende des Aufenthalts ausfüllen lassen.
  • Nutzen Sie zudem die Möglichkeit, die Herkunft Ihrer Onlinebesucher genauer zu analysieren. Tools wie Google Analytics zeigen genau auf, woher die Anfragen kommen.

Welche Lage hat Ihr Betrieb?

  • Die Lage Ihres Übernachtungsbetriebs ist ebenfalls entscheidend. Wenn dieser zum Beispiel an der Grenze zu einem anderssprachigen Land liegt, sollte dies ebenfalls berücksichtigt werden.
  • Ermitteln Sie zudem, wie hoch die Anzahl der Besucher ist, die Ihre Region aus den anliegenden Ländern besuchen.

Welche Nationen reisen überwiegend in Ihre Region?

  • Oftmals lässt sich beobachten, dass eine Region für Reisende aus einem anderen Land besonders interessant ist. Für die Erweiterung des Sprachangebotes kann dies sehr hilfreich sein, um solche Zielgruppen für den eigenen Betrieb zu interessieren.

Wo soll die Mehrsprachigkeit im Betrieb zum Einsatz kommen?

  • Hier stellt sich in der Tat die Frage, welche Schwerpunkte Sie selbst setzen möchten. Reicht es aus, mehrsprachige Mitarbeiter zu beschäftigen oder sollten auch Dinge wie die Hausordnung, die Gästemappe oder die Webseite in verschiedenen Sprachen verfügbar sein?
  • Nutzen Sie zum Beispiel die Namensschilder Ihrer Mitarbeiter dafür, um die jeweilig verfügbaren Sprachen für Ihre Gäste kenntlich zu machen.

Um an Daten zu kommen, die nicht von Ihnen selbst ermittelt werden können, sollten Sie sich stets an Ihre regionalen Tourismusvereine und –verbände wenden. So hat der Verband Südtirol Marketing zum Beispiel detailliertes Zahlenmaterial zu den jeweiligen Herkunftsländern ermittelt und stellt dieses auf der verbandseigenen Webseite zur Verfügung.

Die Mehrsprachigkeit richtig bewerben: Darauf kommt es an!

Kein Mensch wird je erfahren, dass in Ihrem Betrieb gleich mehrere Sprachen gesprochen werden, wenn Sie dies nicht offensiv bewerben. Der Onlineauftritt spielt hierbei eine besondere Rolle. So können Sie hier nicht nur angeben, welche Sprachen in Ihrem Betrieb verfügbar sind, sondern auch gleich komplette Bereiche der Webseite in einer bestimmten Sprache anbieten. Zur Übersetzung empfehlen wir generell, dass ein professioneller Übersetzer und/oder Muttersprachler zum Einsatz kommt. Schließlich ist nichts schlimmer, als wenn der fremdsprachige Kunde Texte lesen muss, die schlichtweg nur Kauderwelsch ergeben. Aus diesem Grund bietet trend media auch einen Übersetzungsservice an, der von Muttersprachlern durchgeführt wird. Zudem finden Sie bei uns bereits vorgefertigte Textbausteine in Italienisch und Englisch, Sie unter anderem für E-Mails nutzen können.

Zu guter Letzt

Mehrsprachigkeit im Betrieb ist definitiv ein Vorteil, den Sie sich zu eigen machen sollten. Achten Sie dabei aber darauf, Schwerpunkte zu setzen. Kein Übernachtungsbetrieb kann alles anbieten. Nutzen Sie zudem für die Analyse offizielle Daten, die von verschiedenen Tourismusverbänden zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus ist es sehr wichtig, für Ihre Mehrsprachigkeit zu werben. Sei es im Betrieb selbst oder auf Ihrer Webseite. An dieser Stelle interessieren uns natürlich Ihre Erfahrungen und Ihre Meinung zum Thema Mehrsprachigkeit im Betrieb. Welche Sprachen kommen bei Ihnen zum Einsatz und wie reagieren Ihre Gäste darauf? Schreiben Sie uns! Wir freuen uns auf Ihren Beitrag!

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